Tim und die #WTWChallenge: #Japanuary – Nobody knows

Der Januar ist fast am Ende und ich muss doch noch einen Film im Rahmen des #Japanuary der #WTWChallenge gucken. Eigentlich beginnt heute ja die Kalenderwoche 5 und damit wäre es Zeit für einen Award Gewinner, aber Januar ist Januar ist Japanuary und ich hatte nach Yakuza Apokalypse noch ein japanisches Drama versprochen.

Bei der Recherche welcher Film der zur Auswahl stehenden Regiesseure mich interessieren könnte, fiel meine Wahl sehr schnell auf Nobody Knows von Hirokazu Koreeda.

Worum geht es?

Der 12jährige Akira zieht mit seiner Mutter in ein kleines Appartment. Gemeinsam schmuggeln sie seine jüngeren Geschwister in die neue Wohnung von denen die Nachbarn nichts erfahren sollen. Nur Akira darf raus um einzukaufen, in die Schule geht keiner von ihnen. Ihre Mutter kommt immer spät von der Arbeit nach Hause. Eines Tages, nachdem sie Akira gebeichtet hat jemanden kennengelernt zu haben, kommt sie plötzlich gar nicht mehr zu den Kindern heim und Akira muss sich alleine um seine Geschwister kümmern…

Nobody knows basiert auf einer wahren Begebenheit, die hier fiktiv und primär aus der Sicht Akiras nacherzählt wird. Die Bilder und die spärliche Musik sind wunderschön, aber 2 Stunden und 20 Minuten sind sehr viel Zeit, die man in den Film investieren muss, denn die Geschichte wird sehr langsam erzählt.

Das in Kombination mit dem schwierigen Thema mag Leute vielleicht abschrecken, aber trotz des grausigen Hintergrundes hat der Film auch in seinen dramatischen Momenten sehr viel Poesie. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was für einen unerträglich schwülstigen Schmalz ein Europäer oder Hollywood aus dem gleichen Stoff gemacht hätte.

Ein Film für einen verregneten Nachmittag, in die Lieblingsdecke auf der Couch gehüllt und dabei Eiscreme mit einem Esslöffel direkt aus der Packung essend.

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