The House of #Horrorctober: Die Schlange im Regenbogen und The Nightmare

Leider komme ich aktuell nicht so viel zum Gucken und vor allem Schreiben, wie ich es mir wünschen würde. Es könnte dieses Jahr tatsächlich knapp werden alle 13 Filme zu gucken, die ich mir vorgenommen habe. Heute aber gibt es erst einmal einen Doppelpack-Eintrag von zwei Filmen, die ich in der letzten Woche gesehen habe, darunter eine Horror-Dokumentation.

Die Schlange im Regenbogen

Worum geht es?
Der Anthropologe Dennis Allen wird nach Haiti geschickt, um dort Geschichten von Menschen die von Voodoo-Priestern mit Hilfe einer Droge in Zombies verwandelt wurden nachzugehen.

Der Film hat wirklich gut gemachte Spezialeffekte, dank der guten Kamerführung und klaren Regie von Wes Craven stets einen leicht paranoiden Unterton und spielt geschickt mit Urängsten. Bill Pullman (der diesen Film direkt nach Spaceballs drehte) stellt seinen Charakter mit den richtigen Nuancen dar und balanciert dabei immer auf der Klinge des overacting ohne dabei camp oder total lächerlich zu werden.

Fazit: Die Schlange im Regenbogen atmet an allen Ecken die Luft der 1980er Jahre, bietet dabei aber soliden Voodoo-Horror.

The Nightmare

Worum geht es?
Acht Personen erzählen von ihrer Schlafparalyse: dem Gefühl während des Schlafens wach zu sein, alles von der Umgebung mitzubekommen, sich aber nicht bewegen zu können, während Schattenfiguren einen beobachten oder sich auf einen zubewegen während man hilflos daliegt.

Die nachgestellten Szenen sind durchaus intensiv und gut in Szene gesetzt. Ich denke jedem von uns fällt es leicht sich in diese Situationen hineinzuversetzen, denn von Alpträumen bleibt wohl keiner verschont. Mir wird hier aber teilweise zu sehr mit der Musik übertrieben, die mir hier zu klischeehaft verwendet wird. Es hätte gerne subtiler sein dürfen.

Der Stil von The Nightmare erinnert mich im Aufbau, der Art wie der Ton eingesetzt und die erzählten Erlebnisse nachgestellt werden, sehr stark an The Thin Blue Line (Der Fall Randall Adams), der bahnbrechenden Dokumentation von Errol Morris.

Für meinen persönlichen Geschmack hätten es 60 statt 90 Minuten Laufzeit auch getan. Es ist nicht so, daß die Dokumentation langweilig ist, ich finde sie nur etwas aufgebläht.

Hinzu kommt das ich mich die ganze Zeit gefragt habe, ob es eine reale Dokumentation oder eine Mockumentary ist. Das zwischendurch auch mal die “4.Wand” durchbrochen wird, sorgt dann obendrein noch für leicht parodistische Züge, die etwas fremdartig anmuten und diesen Eindruck verstärken. Dadurch fällt es schwer The Nightmare als eine ernsthafte Dokumentation wahrzunehmen.

Fazit: Durchaus interessant, handwerklich aber merkwürdig.


Eine Übersicht und Erklärung was es mit dem #Horrorctober auf sich hat, sowie welche Filme ich zu sehen gedenke und bereits habe findet ihr bei diesem Artikel.

Verantwortlich für das schrecklich, gruselige Haus, das das Fundament des diesjährigen #Horrorctober bildet ist CineCouch. Das Titelbild steht unter der Creative Commons License CC BY-ND 4.0 und darf von allen Teilnehmern verwendet werden. Für das diesjährige Motiv wurde das Bild „Haunted“ von houman_thebrave ausgewählt, das ebenfalls unter Creative Commons lizenziert ist.

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