The House of #Horrorctober: Green Room

Ein beliebtes Subgenre des Horrors besteht aus dem Belagerungsfilm: eine Gruppe Menschen (üblicherweise Freunde, gerne Teenager oder College-Studenten) ist unerwartet in der unglücklichen Situation in einem Raum gesperrt zu sein aus dem sie nicht ohne weiteres heraus kann, weil jenseits der Tür ein Feind (gerne Zombies oder ein Machete/Kettensäge schwingender Mörder) lauert, der ihnen an die Gurgel will. Es gibt gut gemachte Filme dieses Genres und gibt solche, die nur mit viel Alkohol zu ertragen sind. Green Room sagt man nach, das er in die erste Kategorie gehört.

Worum geht es?
Als die Punkband The Ain’t rights nach einem Auftritt in einer Neo-Nazi Bar zufällig Zeuge eines Mordes wird, lässt man sie nicht gehen. Sie schließen sich im Backstage ein und ein Kampf ums Überleben beginnt…

Green Room hat zahlreiche gute Kritiken bekommen und für die Art Film, die er ist, hat er eine wirklich gute Cast mit Sir Patrick Stewart als eiskaltem Anführer der Neo-Nazis, dem leider zu früh verstorbenen Anton Yelchin und der aus Arrested Development bekannten Alia Shawkat.

Es werden kurz die Charaktere skizziert und dann geht es schon ans Eingemachte. Dabei ist Green Room zwar schonungslus in seiner Gewaltdarstellung, übertreibt es aber nicht mit den Effekten, so daß der Film nicht zu einer Splatterfarce wird.

Die schauspielerische Leistung als auch die Inszenierung des Filmes ist dabei durchgehend gut und es ist interessant Patrick Stewart mal in der Rolle eines Bösewichts zu sehen. Angeblich soll er das Drehbuch so beängstigend gefunden haben, das er zuhause alles abgschlossen und sich einen Scotch eingeschenkt hat.

Entweder ich bin schon schlimm abgebrüht oder der gute Mann hat da PR betrieben, zumindest kann ich das in der Form nicht nachvollziehen. Dabei kann ich nicht mal genau festlegen woran es liegt, das mich Green Room nicht so gepackt hat. Unter Umständen bin ich vielleicht auch nur ein Opfer von überhöhter Erwartungshaltung…

Fazit: Gut gemachter Belagerungsthriller, der mich aber nicht so sehr berührt und abholt wie erhofft.


Eine Übersicht und Erklärung was es mit dem #Horrorctober auf sich hat, sowie welche Filme ich zu sehen gedenke und bereits habe findet ihr bei diesem Artikel.

Verantwortlich für das schrecklich, gruselige Haus, das das Fundament des diesjährigen #Horrorctober bildet ist CineCouch. Das Titelbild steht unter der Creative Commons License CC BY-ND 4.0 und darf von allen Teilnehmern verwendet werden. Für das diesjährige Motiv wurde das Bild „Haunted“ von houman_thebrave ausgewählt, das ebenfalls unter Creative Commons lizenziert ist.

flattr this!

Leave a Reply