The House of #Horrorctober: What we do in the Shadows 2

Nach dem gestrigen Desaster wollte ich mir etwas anderes gönnen und beschloß What we do in the Shadows zusehen, der allerortens sehr viel Vorschußlorbeeren bekommen hatte, ob der liebvevollen Hommage die er sein soll.

Worum geht es?
Ein Kamera-Team begeleitet eine 5er Vampir-WG in Neuseeland in ihrem Alltag. Es gibt WG-Streitigkeiten, weil jemand seit 5 Jahren nicht mehr das Geschirr gespült hat, Ausgehen ist schwierig, weil die örtlichen Türsteher die Jungs nicht in die Clubs einladen und als mit Nick als frischgewordener Vampir die WG erweitert erzählt er jedem das er ein Vampir ist.

Horror-Komödien und ich sind ein schwieriges Thema. Ich liebe The Fearless Vampire Killers (Tanz der Vampire), den ich nach Murnaus Nosferatu sogar als meinen zweitliebsten Vampir-Film bezeichnen würde, aber den von sehr vielen Leuten so geliebte und gelobte Shaun of the Dead fand ich langweilig und sagenhaft unlustig.

Das erste was bei What we do in the shadows auffällt, ist das auf wirklich viele Details geachtet wird. Verschiedene Arten von Vampiren und die Mythen, die es um sie gibt werden dargestellt und natürlich darf der obligatorische Seitenhieb auf Twilight nicht fehlen

Leider empfinde ich das alles als sehr vorhersehbar. Der Film plätschert vor sich hin und die Gags wollen nicht so recht bei mir zünden. Es gab tatsächlich nur eine einzige Szene, die ich wirklich amüsant fand und mich hat lachen lassen und das war die erste Begegnung mit den Werwölfen.

Fazit: Liebevoll gemacht und gut inszeniert, geht aber komplett an meinem Humorzentrum vorbei. Wer immer noch über Witze der Sorte “er arbeitet in der IT und ist deswegen noch Jungfrau” lachen kann, kommt hier voll auf seine Kosten. Andere dürfen sich stattdessen an dieser Stelle ein Wortspiel mit “blass” und “blutleer” vorstellen.


Eine Übersicht und Erklärung was es mit dem #Horrorctober auf sich hat, sowie welche Filme ich zu sehen gedenke und bereits habe findet ihr bei diesem Artikel.

Verantwortlich für das schrecklich, gruselige Haus, das das Fundament des diesjährigen #Horrorctober bildet ist CineCouch. Das Titelbild steht unter der Creative Commons License CC BY-ND 4.0 und darf von allen Teilnehmern verwendet werden. Für das diesjährige Motiv wurde das Bild „Haunted“ von houman_thebrave ausgewählt, das ebenfalls unter Creative Commons lizenziert ist.

flattr this!

2 thoughts on “The House of #Horrorctober: What we do in the Shadows

  1. Reply Cookie Okt 6, 2017 22:13

    Ach schade, dass du ihn nicht mochtest. Ich liebe “Flight of the Conchords” und habe danach dann mal diesen Film gesehen – ich habe mich seitdem immer gefragt, ob der Film humormäßig eigentlich funktioniert, wenn man die Conchords oder halt auch Taika Waitiki nicht weiter kennt. Es ist halt einfach ein sehr spezieller Humor ;)

    • Reply der_tim Okt 9, 2017 21:33

      Ich kenne Flight of the Conchords, habe es aber nie großartig geguckt, weil mir schon die Ausschnitte, die ich gesehen habe, nicht besonders lagen und ich es obendrein unter “Musical” verbucht habe und ich Musicals nicht mag. Ich wollte aber davon nicht auf What we do in the Shadows schließen, auch wenn natürlich ein ähnicher Humor nahe lag. Mir ist der leider zu flach.

      Aber die Szene mit den Werwölfen ist wirklich großartig und hat mich laut lachen lassen. :)

      Und, wie erwähnt, es unfaßbar liebevoll gemacht, so daß ich es wirklich schade finde, das es ansonsten an meinem Humorzentrum vorbeigeht.

Leave a Reply