The House of #Horrorctober: Death Note (2017) 1

Death Note basiert auf einem Manga gleichen Namens und bevor sich Netflix den Stoff vorknüpfte gab es bereits eine Anime-Serie, sowie eine handvoll japanische Real-Verfilmungen, die ich alle nie gesehen, bzw. gelesen habe.

Worum geht es?
Dem High School Schüler Light Turner fliegt ein in ledergebundenes Buch zu, das an einen Dämon namens Ryuk gebunden scheint und ihm die Möglichkeit gibt mit dessen Hilfe Menschen umzubringen, sofern er beim Hereinschreiben ihrer Namen eine handvoll Regeln beachtet. Nach ein paar persönlichen Morden beschließt er das Buch zu nutzen, um die Welt von bösen Menschen zu befreien. Er gibt sich den Namen Kira und lässt seine Opfer Nachrichten mit diesem Namen zu hinterlassen. Der mysteriöse L kommt schon bald dahinter, das die Spur der Opfer nach Lights Heimat Seattle führt.
L unterstützt die lokale Polizei rund um Lights Vater, um herauszufinden wer hinter Kira steckt und wie all die Morde durchgeführt werden.

Ich kann, wie eingangs erwähnt, keinen Vergleich zu den anderen Verfilmungen oder dem Manga ziehen und weiß nicht, wie nah das alles am Original ist, aber der Film ist weder orginell erzählt, noch gruselig, noch setzt er sich ernsthaft mit der Frage auseinander wie man mit der Verantwortung, die so ein Buch hat, umgeht.

Bereits nach 20 Minuten war ich unglaublich genervt. Von den Charakteren, dem Soundtrack, der mit seiner 80er Jahre Synthiemusik wohl auf den Stranger Things-Zug aufspringen wollte, obwohl der Film eindeutig in der Gegenwart spielt. Doch auch die Optik des Filmes scheint oftmals an die 80er Jahre angelehnt zu sein. Aber Adam Wingard ist nicht mal in Ansatz Nicolas Windig-Refn.

Willem Defoe als Stimme von Ryuk macht hier nur Standard Willem Defoe-Dinge in dem er gelegentlich diabolisch-sarkastisch lacht.

Margaret Qualley, die mir in The Leftovers gut gefallen hat, macht noch das beste aus ihrer Rolle, die aber genauso klischeehaft eindimensional ist wie der Rest, so daß keinerlei Interesse an irgendeiner der Hauptfiguren aufkommt, so daß man sich fast sogar wünscht das sie sterben.

Und diese Musik…ich hoffe Atticus Ross hat sich wenigstens gut dafür bezahlen lassen, denn ich fand sie furchtbar unpassend.

Fazit: Langweiliger, pseudo-kunstvoll in Szene gesetzter mit nervtötender 80er Jahre Synthiemusik unterlegter Schwachsinn an dessen murksigem Drehbuch 3 Leuten geschrieben haben. Ich habe den Film über 2 Tage verteilt geguckt, weil ich ihn so anstrengend fand. Und ich habe nur nicht aufgegeben weil es der erste Film des #Horrorctober war. Von hier an kann es eiegtnlich nur besser werden


Eine Übersicht und Erklärung was es mit dem #Horrorctober auf sich hat, sowie welche Filme ich zu sehen gedenke und bereits habe findet ihr bei diesem Artikel.

Verantwortlich für das schrecklich, gruselige Haus, das das Fundament des diesjährigen #Horrorctober bildet ist CineCouch. Das Titelbild steht unter der Creative Commons License CC BY-ND 4.0 und darf von allen Teilnehmern verwendet werden. Für das diesjährige Motiv wurde das Bild „Haunted“ von houman_thebrave ausgewählt, das ebenfalls unter Creative Commons lizenziert ist.

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One comment on “The House of #Horrorctober: Death Note (2017)

  1. Reply Miss Booleana Okt 12, 2017 20:28

    Den Film empfand ich als ähnlich schlecht, aber der Anime und der Manga können sich sehen lassen. Da kommt das Dilemma der Verantwortung und was man mit so einem Buch machen sollte/könnte auch wesentlich besser durch. Ach dieser Adam Wingard … ich weiß auch nicht so recht, was er da gemacht hat. Hat alles interessante aus der Story rausgeschrieben. Ein Jammer.

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