#RPGaDay Tag 23: Welches Layout eines Rollenspiels lässt Dir die Kinnlade am weitesten herunterklappen?

Bei RPGaDay geht es darum jeden Tag eine kleine Frage rund um das Thema Rollenspiel zu beantworten. Dadurch soll u.a. Werbung für unser schönes und abwechslungreiches Hobby betrieben werden und gezeigt werden, wie viel Spaß man damit haben kann. Dies habe ich 2015 ausschließlich, aber eher unregelmäßig, auf Twitter getan und letztes Jahr bin ich kläglich daran gescheitert, es in meinem Blog durchzuziehen. Hier nun also ein weiterer Versuch von idealerweise täglichen Antworten.

Alle Fragen zum #RPGaDay2017

Die Grafik mit allen Fragen stammt vom Casting Shadows Blog und kann nach einem Mausklick in ihrer Gänze betrachtet und gelesen werden.

Tag 23: Welches Layout eines Rollenspiels lässt Dir die Kinnlade am weitesten herunterklappen?

Zu den schönsten und stimmungsvollsten Rollenspiel-Produkten gehört auf jeden Fall das bereits zuvor von mir erwähnte Coriolis, dessen Layout und Grafiken man gar nicht oft genug loben kann. Obwohl es einen durchgehend dunklen Hintergrund hat, kann man alles sehr gut lesen und es ist sich nicht zu schade viel Raum für all seine schönen inspirierenden Grafiken zu lassen.

Als zweites möchte ich unbedingt Dresden Files erwähnen, das etwas macht, was man in ähnlicher Form zwar schon von Shadowrun kennt, aber, wie ich finde, viel besser umsetzt: das Regelwerk ist quasi von einem der Charaktere der Roman-Reihe geschrieben und die anderen Charaktere, inklusive Protagonist Harry Dresden, kommentieren das Geschriebene. Es gibt Absätze, die wie mit einem Textmarker hervorgehoben wirken, Referenzen zu Geschehnissen auf Abenteuer und Szenen aus den Büchern ziehen sich quer durch die Regelwerke, es gibt “Post-its” mit Anmerkungen und auch mal von Harry zensierte Mutmassungen, da sie zu nahe an der Wahrheit des Dresdenverse herankommen. Alle Kommentare lassen sich aufgrund des Layouts sofort dem richtigen Charakter zuordnen und sind in dem ureigenen Stil des jeweiligen Charakters geschrieben.

Wie oben erwähnt kenne ich ähnliches zwar von den alten Shadowrun-Quellenbüchern, in denen Anmerkungen von Runnern neben so manchem Absatz stehen, aber dies ist in seiner Ausführlichkeit nochmal eine höhere Qualitätsstufe und vermittelt nebenbei sehr gut den Ton des Urban Fantasy Noir-Rollenspiels.

Allerdings sorgt es auch dafür, das die eine oder andere Seite sehr überfrachtet aussieht. Da wo Coriolis Mut zur Lücke beweist und seine wunderschönen Grafiken sprechen lässt, sieht Dresden Files teilweise wie eine korrigierte Deutsch-Klausur aus bei der man bei der Interpretation des Gedichtes zu sehr daneben lag.

Wenn ihr auch Lust habt an dem RPGaDay mitzumachen, dann tut es! Gerne als Kommentar bei mir oder als Tweet mit dem Hashtag #RPGaDay bzw #RPGaDay2017, aber noch viel besser wäre natürlich ein eigener Blog- oder Facebookbeitrag.

Ins Leben gerufen wurde der RPGaDay-Monat August ursprünglich von David Chapman, da jener feststellen musste, das ihm leider die Zeit fehlte, um sich weiterhin um die Organisation dahinter zu kümmern, gab er diese Aufgabe 2016 an wechselnde Organisatoren ab. Wer mehr über die Hintergründe dazu wissen möchte, dem empfehle ich das Video auf YouTube, welches er in diesem Blogbeitrag verlinkt hat.

Dieses Jahr hat Runeslinger vom Casting Shadows Blog diese Aufgabe übernommen und Michael von Jaegers.net war so freundlich Fragen, inklusive Ausweichfragen, ins Deutsche zu übersetzen.

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