The Ghost of #Horrorctober: The Omen (1976)

The Omen, Rosemarys Baby und The Exorcist kann man wohl als das große Okkult-Thriller-Dreigestirn bezeichnen. Dabei hat The Omen von Richard Donner (der danach unter anderem Superman, The Goonies und die Lethal Weapon-Filme gedreht hat) für den Namen Damien wohl das getan, was Psycho für Duschen und Jaws (Der Weisse Hai) für Haie gebracht hat: stigmatisiert fürs Leben.

Worum geht es?
Der amerikanische Botschafter Robert Thorn adoptiert ein Baby das in der gleichen Nacht wie sein Sohn zur Welt gekommen ist, da sein eigenes Kind bei der Geburt verstarb. Seiner Frau verschweigt er dieses “Kuckuckskind”, damit Damien unvoreingenommen aufwachsen kann. Als sie nach ein paar Jahren von Rom nach London versetzt werden, passieren plötzlich grauenhafte Unglücksfälle rund um seine Familie und ein Priester spricht ihm gegenüber düstere Prophezeihungen aus, das Damien in Wahrheit der wiedergeborene Antichrist ist…

Ich muss zunächst gestehen, das ich den Film (im Gegensatz zuden anderen Filmes des #Horrorctober) schon mal gesehen habe, doch dies ist bestimmt 20 Jahre oder länger her und ich hatte nur noch ganz vage Erinnerungen, welche ich im Rahmen dieser Blogparade auffrischen wollte. Was mir damals auf keinen Fall aufgefallen ist, aber jetzt sofort ins Auge sprang war der Name Patrick Troughton, vielen wohl am ehesten als Doctor Nummer Zwo bekannt, der hier in einer Nebenrolle den oben erwähnten Priester spielt.

Film über böse Kinder gibt es ja einige, ich denke da z.B. an Village of the Damned, Children of the Corn oder We need to talk about Kevin. Doch bei The Omen geht es mehr um das Umfeld als das Kind selbst, welches zwar durchaus ein wenig unheimlich aussieht, aber selber eigentlich gar nicht agiert. Agieren tun diejenigen, die Damien schützen wollen und das sehr effektiv. Aus diesen Momenten und der langsamen Erkenntnis, das sein Adoptivsohn wohl wirklich kein gewöhnliches Kind ist, zieht der Film seinen Horror. Und das gelingt ihm ziemlich gut.

Dennoch gibt es einiges, das an The Omen antiquiert wirkt, was natürlich ganz viel damit zu tun hat, das er 40 Jahre alt ist und die Gesellschaft damals noch eine andere war. Überhaupt nicht antiquiert, sondern wahnsinnig gut ist allerdings der Score, der sehr viel zur Stimmung und Atmopshäre beiträgt.

Fazit: Insgesamt ein handwerklich gut gemachter Film, mit effektiven Todesszenen, der aber mit 1 Stunde 51 Minuten viel zu lang ist, dessen Dialoge zum Teil einfach zu sehr ein Kind ihrer Zeit sind und auch leichte inhaltliche Schwächen hat. Dennoch sollte man The Omen aber mal in seiner Gänze gesehen haben sollte.

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