Tim unterwegs: Star Wars Identities

Aufgrund des #tkschland habe ich ein laaaaaanges Wochenende in Köln verbracht, das letzte Woche Mittwoch seinen Anfang fand. Ich bin extra etwas früher angereist, denn bevor es in die Vollen ging wollte ich mir noch unbedingt die Star Wars Identities-Ausstellung im Odysseum angucken. Mit im Gepäck hatte ich die Clio und den Axel.

Bevor ich zu der Ausstellung selbst komme, ein wenig Kritik am Preis: ich habe 23,95 € bezahlt, was ich als knapp über der Schmerzgrenze empfinde, die ich persönlich bei 19,95 € sehe. Die Ausstellungsstücke präsentieren zu können und obendrein noch SEHR gut versichern zu müssen, ist bestimmt nicht günstig, dennoch bin ich der Auffassung das man die 20 Euro-Grenze nicht unbedingt übertreten muss. Es passt aber in das Bild, das ich von deutschen Museen und Ausstellungen habe – ich empfinde sie oft als zu teuer.

Kommen wir zum Ablauf:

Am Eingang kriegt man einen Empfänger mit einem Kopfhörer, sowie ein Armand mit einem kleinen Transponder. Der Empfänger hat zwei Kanäle, so daß man sich die Erklärungen an den entsprechenden Stationen der Ausstellung auch auf Englisch anhören kann. Generell ist die ganze Ausstellung zweisprachig, was ich toll und nicht unbedingt selbstverständlich finde. Als sich bei mir der Kanal nicht auf englisch umstellen ließ, war es auch kein Problem das Gerät auszutauschen. Überall waren sehr freundliche Mitarbeiter. Im Eingangsbereich konnte man auch gleich sein Armband testen und gegebenenfalls austauschen.

Wozu die Armbänder mögt ihr euch fragen. Ganz einfach: gemäß des Namens der Ausstellung kriegt man an verschiedenen Punkten ein paar Fragen bzw. Auswahlmöglichkeiten gestellt, um so seine eigene Star Wars Persönlichkeit zu erstellen. Dazu wählt man zuerst seine Rasse (ich musste natürlich den Wookie nehmen), sein Geschlecht und gibt über ein Terminal seinen Namen ein. Später dann seinen Heimatplaneten (als Wookie natürlich Kashyyyk, wenn schon dann richtig), wie man dort aufgewachsen ist, welche Charakterzüge man hat usw. Diese Auswahl wird mithilfe des Transponders getätigt.

Ich will nicht zu viel verraten, aber es hat schon viel Spaß gemacht, vor allem weil ich nicht alleine dort durchgegangen bin. Es war toll mit Axel und Petra über ganz viel Nerd-/ Geekzeug zu reden und sich über die Ausstellung selbst, sowie den Entscheidungen die man treffen musste zu unterhalten.

Doch was ist Star Wars Identities? Vordergründig ist es eine Ausstellung von Star Wars-Requisiten, Konzeptzeichnungen und Hintergrundinformationen zu den Filmen. Doch auf dem zweiten Blick und vor allem wenn man sich die Zeit nimmt an den markierten Bereichen stehen zu bleiben und zu lauschen was einem der Audioguide flüstert, dann kriegt man mit das die Ausstellung durchaus pädagogisch ist: Man lernt viel über die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Darüber wie wir werden wer wir sind, wer und was was uns und unsere Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst. Das Ganze wunderbar dargestellt und begleitet anhand von Beispielen aus den Star Wars-Filmen.

Das kann man langweilig finden, doch es sehr interessant illustriert und in kleinen Happen erklärt, so daß man beim Zuhören nicht zu schnell abschaltet.

Am Ende der Ausstellung, nach dem ich alle meine Entscheidungen getroffen hatte, stand dann auch meine Star Wars-Persönlichkeit fest.

Fazit: Es ist nicht das, was ich erwartet habe, aber es war keinesfalls enttäuschend. Die Ausstellung ist zwar (s. oben) meines Erachtens zu teuer, doch sie macht viel Spaß und auch wer Star Wars schon gut kennt, kann noch die eine oder andere Information mitnehmen. Ich jedenfalls hatte einen gut 90 Minuten anhaltenden Nerdgasm und war 12 Jahre alt. Was will man mehr?

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