Blogparade: Serien – Dauerbrenner 2

Das neue Thema der Serienparade steht fest und nur zu gerne nehme ich wieder daran teil. Dieses Mal heißt es DAUERBRENNER: WELCHE SERIE KÖNNTEST DU IMMER WIEDER SEHEN?

Wie auch schon zuvor gibt es von Frau Margarete ein paar Fragen als Hilfestellung:

Ist eine Serie, die man immer wieder schauen kann, eine Lieblingsserie? Oder umgekehrt: Muss eine Lieblingsserie dieses Kriterium erfüllen? Was braucht eine Serie, dass du sie immer wieder ansehen kannst/willst? Welche Serie hast du bisher am häufigsten gesehen? Oder kommt das bei dir gar nicht vor, dass du Serien/Episoden mehrmals schaust?

Gerade Comedyserien laden dazu ein sie mehr als einmal zu gucken, da sie kurzweilige Unterhaltung bieten. So richtig gut funktioniert das aber nur dann, wenn sie mehr als den vordergründigen Witz zu bieten haben. Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist Arrested Development, eine amerikanische Serie die hierzulande eher unbekannt zu sein scheint.

Mittlerweile gucke ich sie zum dritten Mal in ihre Gänze und habe einzelne Folgen durchaus auch schon noch öfter gesehen. Das besondere an dieser Serie ist, das sie im Stile einer Dokumentation, inklusive Narrative eines Off-Sprechers, erzählt wird, wobei es nie den Anschein hat als würde die Familie wissen das sie Teil einer Dokumentation ist.

Arrested Development ist gespickt mit Running Gags, Referenzen an Geschehnissen der Gegenwart, sowie Kleinigkeiten die nebenbei passieren zu scheinen, aber durchaus ihre Relevanz im Gesamtkonzept der Serie haben. Fast alles was im Vorder- und Hintergrund passiert, sei es im Wort oder Bild, ist durchdacht und spielt eine Rolle in der Rahmenhandlung, die sich bis zum Ende der Serie durchzieht. Dies erhöht ihren Wiederanschauwert sehr, denn es gibt immer wieder neues zu entdecken und manche Witze offenbaren sich erst mit dem zweiten Angucken und dem Wissen was kommen wird.

Dabei spielt sie wahnsinnig gut mit den Konventionen des Genres, denn fast jede Folge hat einen “Next week on Arrested Development”-Ausblick, der zum größten Teil Szenen enthält die eben NICHT in der nächsten Folge zu sehen sind, sondern viel mehr zur Überbrückung dienen. Da ich ein notorischer “HILFE! SPOILER! SCHNELL WEG DAMIT!”-Typ bin, habe ich sie mir beim ersten Mal nie angeguckt und mich oftmals über gewundert ob ich etwas in der Folge davor verpasst habe. Es stellte sich dann meist heraus, das dort auf Dinge angespielt wurde, die in eben jenem Ausblick am Ende der Folge davor gezeigt wurden.

Andere Comedy-Serien, die ich sehr gut immer wieder zwischendurch gucken kann sind Black Books, Coupling oder Hustle. Wobei letzteres keine Comedy-Serie im klassischen Sinne ist, sondern viel mehr humoristisches Drama.

Apropos: bei Drama-Serien finde ich mehrfaches Gucken normalerweise etwas schwieriger, sie erfordern viel mehr Aufmerksamkeit und sind normalerweise schwere Kost. Darüberhinaus verlieren sie oft beim Versuch sie ein zweites Mal zu sehen ihren Reiz und werden langweilig. Es gibt aber auch hier Serien, bei denen ein weiterer Blick sehr lohnenswert ist, vor allem weil man beim zweiten Hinsehen die vielen kleinen subtilen Hinweise auf Kommendes, das sogenannte Foreshadowing, bemerkt.

Breaking Bad ist so eine Serie. Ich schaue sie gerade erneut und immer mal wieder entdecke ich solche Elemente, die mich dann ein wenig in Verzückung setzen und rückblickend erkennen lassen wie durchdacht der Aufbau diverser Plotelemente ist; Breaking Bad ist nicht nur allein dadurch sehr schnell zu einer meiner Lieblingsserien geworden.

Eine andere Serie die ich sehr liebe ist Buffy. Sie ist nur vordergründig eine Serie in der es um ein Teenager geht der Vampire und das Monster of the week vermöbelt. Die sogenannte Scooby-Gang wurde mit seinen Zuschauern langsam erwachsen und hatte dabei euch immer mit den entsprechenden Problemen zu kämpfen, die durchaus realistisch erzählt werden.

Joss Whedon hatte hier ein wirklich gutes Team von Schreibern um sich geschart, die weitestgehend tolle Geschichten erzählt haben. Dennoch gehört sie auch eher zu den Serien bei denen ich nicht immer alle Folgen sehen mag; sondern es stark von meiner persönlichen Stimmung abhängig ist. The Body ist zwar unglaublich gut, aber wann ist man schon in der Stimmung für so eine Folge?

Generell ist z.B. die vierte Staffel 4 in seiner Gesamtheit eher schwach und bietet viele Folgen die man nicht unbedingt sehen muß. Aber sie ist auch mit Hush für eine der besten Buffy-Folgen der Serie überhaupt (hab ich gerade einen “Meine Top 5-Buffy-Folgen”-Beitrag angekündigt?) verantwortlich.

Buffy ist also eine gutes Beispiel für eine Serie bei der man gut einzelne Folgen immer mal wieder sehen kann, aber ein chronologisches Sehen nicht unbedingt nötig ist, wenn man dies einmal hinter sich hat.

Um den Eintrag nicht noch mehr in die Länge zu ziehen, breche ich einfach an dieser Stelle ab, das Thema ist einfach zu ergiebig. Ansonsten würde hier jetzt noch ein langer Absatz über Babylon 5 folgen.

Mehr zu anderen Lieblingsserien bei den Themen, die da noch kommen werden oder anderer passender Gelegenheit :)

flattr this!

2 thoughts on “Blogparade: Serien – Dauerbrenner

  1. Frau Margarete Jun 1, 2015 18:32

    Das ist ja echt doof, dass dein Pingback nicht ankommt :/ Also danke für deinen Kommentar und fürs Aufmerksam-machen.

    Arrested Development kenne ich gar nicht, hört sich aber voll interessant an.

    Bei Dramaserien sehe ich das wie du: Schaue ich auch eher nicht mehrfach weil es nicht so “leichte Kost” ist wie Comedy. Aber gerade bei Breaking Bad würde es mich auch durchaus reizen, sie irgendwann nochmal zu gucken, aus den Gründen die du nennst: Man erkennt kleine Anspielungen oder Elemente, die später wichtig werden oder so. Das stell ich mir auch toll vor und hatte ich zum Beispiel als ich die ersten 3 Staffeln von Lost nochmal angesehen habe :))

    • der_tim Jun 2, 2015 15:28

      Arrested Development gibt es bei Netflix. Der vierten Staffel merkt man leider an das sie erst 7 Jahre später produziert wurde, aber sie macht immer noch spaß.

      Ich weiß allerdings nicht wie gut die deutsche Fassung ist, ich gucke Serien/Filme nur im englischen Original. Ich kann mir vorstellen das da sehr viel Witz verloren geht, da es wirklich SEHR viele Anspielungen und Wortspiele gibt, die ich für kaum zu übersetzen halte.

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