Blogparade: Serien – Wie alles anfing 16

Ich müsste mal wieder was hier reinschreiben. Da ich aber auf das Thema Fußball aktuell wenig Lust habe, muß was anderes her. Was liegt da näher als sich mit etwas auseinanderzusetzen das einen Großteil meiner Freizeit einnimmt: Serien.

Passenderweise bin ich bei der Zeitzeugin Guddy auf eine Blogparade gestoßen die sich ausschließlich mit dieser Form der Unterhaltung beschäftigt und aktuell ein sehr einsteigerfreundliches Thema hat: MIT WELCHER SERIE HAT ALLES ANGEFANGEN?

Frau Margarete, die Initiatorin, schreibt als Erläuterung dazu:

Welche Serie hat dich zuerst in ihren Bann gezogen? Nach welcher Serie warst du zum ersten mal süchtig? Gemeint sind solche Serien, die tatsächlich für Erwachsene oder zumindest für Jugendliche gedacht sind, die typischen Zeichentrick- und Animeserien für Kinder fallen damit raus.

Wenn man die klassischen Zeichentrickserien meiner Kindheit (Biene Maja, Sindbad, Pinocchio, usw.) weglässt kommt man schnell zu den Kinderserien mit realen, nicht gezeichneten Schauspielern.

Eine der ersten Serien an die ich mich hier erinnere sind Luzie, der Schrecken der Straße; eine Serie, bei der es mich immer wieder aufs neue überrascht, das sie nur 6 Folgen hat (in meiner Erinnerung waren das viel mehr), sowie die Serie die Heldentyp als auch Namen meines ersten DSA-Charakters bestimmt hat: Boomer, der Streuner.

Die ZDF-Weichnachtsserien wie Silas oder Timm Thaler (die viele Hänseleien für mich bedeutete) dürfen hier natürlich auch nicht fehlen.

Doch waren dies doch alles (mit Ausnahme von Boomer) kurze Serien, die eine in sich abgeschlossene Handlung erzählten und auch wenn sie mir im Gedächtnis geblieben sind, die erste länger laufende Serie bei der ich das Gefühl hatte etwas elementares zu verpassen wenn ich eine Folge nicht sehe, das war Roseanne.

Das war zum ersten Mal eine Serie, die mich so richtig gepackt hat und mehr bot als nur schnöde Unterhaltung. Sie war witzig, ja. Aber es gab auch viel Drama und obwohl ich schon sehr wohlbehütet aufgewachsen bin, so konnte ich mitfühlen mit der einfachen Arbeiterfamilie Connor, deren Leben und Schicksal sehr nah dran waren am wahren Leben.

Wann immer ich eine Folge nicht habe sehen können, z.B. weil ich beim Training war, habe ich sie mir aufgezeichnet, denn ich hatte meinen eigenen Videorekorder und konnte dann die verpasste Folge am nächsten Tag oder, was viel öfters vorkam, noch am selben Abend vor dem Einschlafen angucken. Auch diverse Wiederholungen habe ich mitgenommen, z.B. während der Schulferien wenn die Folge des Vorabends noch mal ausgestrahlt wurde. Besonders gefreut habe ich mich dabei immer auf die Halloween-Folgen, die definitiv ein Höhepunkt jeder Staffel waren.

Außerdem, und das gebe ich hier unverhohlen zu, fand ich Sara Gilbert, die Darlene Connor spielt, damals unglaublich süß.

(Ich hatte halt schon immer ein Faible für die etwas anderen Frauen.)

Seid ihr auch Serienjunkies?
Welche Serien hatten es euch zuerst angetan?

Ich freue mich über Kommentare oder noch besser: schreibt einen eigenen Beitrag zur Serienparade!

[EDIT] PS: Der heutige PVPonline-Strip hat mich daran erinnert das ich Harrys wundersames Strafgericht (Night Court) auch unglaublich gerne gesehen und sehr geliebt habe.

flattr this!

16 thoughts on “Blogparade: Serien – Wie alles anfing

  1. Sascha Mai 7, 2015 17:16

    Serien.

    Sie fingen mich ebenfalls als Kind ein und haben mich bis heute nicht losgelassen. Die ersten Serien, an die ich mich erinnern kann, hast Du nahezu komplett notiert: “Luzie”, klar. “Boomer”, ausnahmslos alle Weihnachtsserien (einschließlich “Patrik Pacard”!), “Captain Future”. Und ich will auch “Tom & Jerry” dazuzählen, und natürlich auch “Hong Kong Pfui”!

    Als ich wenig älter wurde, waren Actionserien ein Muss. Allen voran “Ein Colt für alle Fälle”. Bis heute geht es mir, wenn ich im Vorspann die Szene sehe, in der Heather Thomas die Flügeltür öffnet, immer ein bisschen besser als vorher. Aber auch älteres Zeugs, dass viel früher lief, ich aber durch die Privatsender nachträglich kennenlernte, habe ich rauf und runter gesehen: “Einsatz in Manhattan”, “Die Straßen von San Francisco” sowie “Starsky & Hutch” sind wohl die drei besten und bekanntesten. Noch viel später noch älterer Krams: “Die Zwei” beispielsweise. Oh, und “Die Profis”!

    Ich habe leider keine Zeit mehr, noch weiter zu schreiben. Ich muss dringend ein paar DVDs anschmeißen…

    • der_tim Mai 8, 2015 10:55

      Beim Vorspann von Ein Colt für alle Fälle fällt mir immer als erstes Colt Zigarre rauchend in der Badewanne ein, der so ein kleins gefaltetes Papierboot schwimmen lässt. Und dann erst die Schwingtür.

      Ich hatte übrigens mal das ganz große Vergnügen einen Film zu sehen, in dem es Eins zu Eins die Szene aus dem Vorspann gibt, wo er an einen dieser Signalteile hängt während unter (oder neben) ihm der Zug fährt.

      Leider war ich alleine und konnte meine Begeisterung nicht teilen…

      Unsere gemeinsame Leidenschaft für Hong Kong Phooey ist je bekannt :)

      • Sascha Mai 8, 2015 12:07

        Klar ist die bekannt. :-)

        Dass mit der Vorspannszene haben wir übrigens auch gemeinsam: Bei mir waren es die beiden Krankenschwetsern, die von der Brücke springen…

  2. Trainer Baade Mai 7, 2015 17:17

    Wow, das bringt Erinnerungen. Sindbad. Luzie! Luzie fand ich immer total super, weil mit echten Menschen und inhaltlich halt auch irgendwie interessant. Und die Knetfiguren!

    Roseanne hab ich allerdings nie geschaut, was dann zu folgender Anekdote führte: Als ich das einzige Mal im Leben in New York war, warteten meine Mitreisenden und ich in einer nicht stringenten Schlange auf die Sicherheitskontrolle beim Rückflug. Als ich dran war oder meinte, dran zu sein, stand neben mir ein Mann. Wir blickten uns an, weil wir wohl beide nicht wussten, wer jetzt dran sei, und er sagte zu mir: “Go ahead!” Also bin ich zuerst durch die Schleuse.

    Als die Mitreisenden auch durch waren, kamen sie aufgeregt zu mir: Weißt Du, wer da mit Dir geredet hat? Ich verneinte. “Das war John Goodman!!!”

    Kannte ich halt nicht. Hab jetzt aber immerhin mal mit ihm “geredet”.

    Was natürlich fehlt: Die “Es war einmal …”-Serie. Und Alf. Und Ein Colt für alle Fälle. Ein Trio mit vier Fäusten. Simon & Simon. Hart aber herzlich.

    Sowie, das hatten wir letztens bei Twitter, Bas Dost Boris Bode, wobei ich nicht mehr weiß, wie die Serie eigentlich hieß.

    Ich bin allerdings seit geraumer Zeit kein Serienjunkie mehr, deshalb von mir auch kein Beitrag dazu. Hab zuletzt nur ein bisschen Monk geschaut, das war’s.

    • der_tim Mai 8, 2015 10:50

      OHEMGEE John Goodman! Den mag ich sehr. Toller Schauspieler. Ich war in den Nuller Jahren lange Zeit bei Livejournal, wo ich so eine Art Online-Tagebuch geführt habe. Dort gibt es auch Communities zu allerhand Themen und in einer, in der ich auch aktiv war hat sich irgendwie das Gerücht verselbstständig das John Goodman gestorben sei. Das hat sich dann so weit verbreitet, das John Goodman sich öffentlich geäußert hat, das er noch am Leben ist…

      Ein Colt für alle Fälle (Unknown stuntman, von Lee Majors selbst gesungen ist ein toller Titelsong!), Trio mit Vier Fäusten, Hart aber herzlich habe ich auch gerne gesehen.

      Im Kinderprogramm war noch Spaß am Dienstag mit Zini dem Wuselon Pflicht :)

  3. Trainer Baade Mai 7, 2015 17:18

    Der “Dost” sollte durchgestrichen sein, geht hier aber wohl nicht …

  4. Trainer Baade Mai 7, 2015 17:19

    Ach, und diese Serie mit Kindern, im Baseball angesiedelt, wie hieß die noch?

  5. Trainer Baade Mai 7, 2015 17:29

    “Die Löwen sind los” hieß das glaub ich.

    Übrigens hab ich letztens gelesen, dass Alf nur deshalb so ankam in Deutschland (zumindest bei mir), weil die Übersetzung so gut war und auch immer ein bisschen dirty im Humor, jedenfalls gelungen. In Frankreich wurde Alf wohl total brav übersetzt und deshalb ist die Serie dort auch gefloppt.

    (Sorry für die x separaten Kommentare.)

    • der_tim Mai 8, 2015 10:42

      Kein Problem. ;)

      Die Bären sind los hieß die Serie. Basierte auf einen gleichnamigen Film mit Walter Matthau. Die war auch klasse. Wobei ich bei sowas immer angst habe es aus nostalgischen Gründen noch mal sehen zu wollen; ich befürchte dann immer das es alles großer Murks ist.

      Tommy Piper als Stimme für Alf war eine klasse Wahl, auch wenn das mit Singles usw dann noch kommerziell brutalst ausgeschlachtet wurde. Eine gute Synchro ist halt enorm wichtig, leider ist da die Qualität in Deutschland unglaublich schwankend.

  6. SvenGZ Mai 8, 2015 08:51

    Wenn ich nach den ersten Serien gefragt werde, muss ich an “Als die Bilder laufen lernten” denken…
    Und tatsächlich habe ich mit Genuss Dick und Doof, Charly Chaplin, Buster Keaton und die Väter der Klamotte gesehen. Jaja raus mit den Alterssprüchen.
    Auch Cowboyserien waren noch aktuell Bonanza oder die Shiloh Ranch waren angesagt,
    Enterprise lief ja auch schon und bis heute bin ich ein Fan von Carl dem Cojoten auf seiner Jagd nach dem Roadrunner. Jetzt hätte ich fast Daktari und Skippy das Buschkänguruh vergessen, das ich immer schon lieber als Flipper oder Lassie mochte.

    • der_tim Mai 8, 2015 10:37

      Väter der Klamotte und Western von Gestern (Fuzzy!) fand ich auch immer super. Das ist halt ein Thema bei dem einem immer noch mehr einfällt je mehr man darüber nachdenkt.

  7. Frau Margarete Mai 8, 2015 09:53

    Hallöchen :)
    Dank Twitter habe ich gerade zu deinem Blog und deinem Beitrag gefunden. Freut mich natürlich sehr, dass du bei meiner Parade dabei bist. Ich hab dich mal in die Übersicht mit aufgenommen, ich hoffe das ist okay?

    Liebe Grüße, Frau Margarete

    • der_tim Mai 8, 2015 10:31

      Das ist auf jeden Fall okay. Vielen Dank für die schöne Blogparadenidee. Mich wundert gerade das mein Pingback nicht bei Dir ankam, aber manchmal landen die im Spam…?

      • Frau Margarete Mai 8, 2015 17:05

        Im Spam kam leider auch nichts an, aber du hast Recht da landen die manchmal. Ich weiß auch nicht woran das liegt, bei manchen Blogs klappt das immer sofort, bei anderen gar nicht… =(

  8. Zeitzeugin Mai 9, 2015 16:14

    Roseanne war echt geil :D Die Halloweenepisoden waren der Knüller. Erinnere mich gerade an die Episode, in der Roseanne “ihre” Hand in den Küchenschnetzler steckt und alle panisch aufschreien, als sie die zerfetzte Plastikhand zeigt :D

  9. Stadtneurotiker Aug 14, 2015 01:09

    Der Trainer hat mich durch einen Kommentar bei mir hierher geführt.

    Es ist ein Thema, bei dem ich erstaunlich blank blank bin, wenn es über den 17.50-Uhr-Sendetermin im ZDF der 80er Jahre hinausgeht.
    Klar, Ein Colt für alle Fälle. In der Wiederholung 20 Jahre später auf Kabel 1 fand ich die Serie unheimlich peinlich. Dienstags (glaube ich) kam Kiwi – Abenteuer auf Neuseeland. Ich meine, das sei eine Detektiv- bzw. irgendeine Ermittlerserie gewesen. Später dann, auch im Vorabendprogramm, Falcon Crest, eine Denver bzw. Dallas ähnliche Saga mit der Ex-Gattin von Ronald Reagan, Jane Wyman als Mutter der Kompanie. (Sat1 Gold wiederholt die gerade, aber ich finde nicht mehr rein.)
    Die letzte Serie, die ich als Jugendlicher mitnahm, war ALF. Heute noch geliebt, weshalb es auch der Song von Tommmi Pieper auf mein Mixtape geschafft hat.

    Viel später dann, wahrscheinlich schon in der drölfzigsten Wiederholung, konnte ich Al Bundy sehr viel abgewinnen.

Comments are closed.